Mixed Feelings – Basics: Rum

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Rum: Bei der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr fällt ein zäher Sirup an, mit dem man Tapeten ankleben, feindliche Schiffe festsetzen oder eine mittelschwere Umweltkatastrophe vor Madagaskar hervorrufen könnte. Das Zeug heißt „Molasse“. Die Verwendung in Wasserpfeifentabak und Desserts reichte einfach nicht aus, um die Unmengen loszuwerden, die damals anfielen, also entschied man sich folgerichtig den Kram zu vergären und zu brennen. Wie Grappa und Vodka handelt es sich eigentlich um einen Müllschnaps, der damals auch nur von den härtesten Stahleierträgern getrunken werden konnte. Diese hatten bevorzugt einen Goldring im Ohr und kämpften hauptberuflich mit der See und ihren Tücken, daher kommt die Assoziation. Aber die Geschichte ist lang und voller nutzlosem Faktenwissen und wen es interessiert, der kann es auch nachlesen. Wichtig ist:

Irgendwann kam wieder mal jemand auf den Trichter, dass man mit ein paar geschickten Handgriffen aus Molasse auch ein gescheites Grundnahrungsmittel brennen kann. Damit war der Grundstein für den südamerikanischen Nationalfusel gelegt, den Rum, den man tatsächlich trinken konnte. Bacardi hat sich hier unsterblich gemacht, ist aber mit der Zeit genauso besser geworden wie Anita Ekberg. Mit Ausnahme des Bacardi 8 Jahre und 151 Overproof gilt: Finger weg.

Rum kommt ebenfalls als weiße, ungereifte, und goldene, gelagerte Variante. Der Weiße ist mehr ein runder, frischer Schnaps, wobei der goldene etwas wärmer und seriöser schmeckt, ich finde immer mehr nach Winter und Weihnachten.

Rum ist eine ziemliche Wissenschaft und ich bin kein Experte. Aber ich bin in der Lage wichtige Tipps mit an die Hand zu geben:

Markenempfehlungen:

Weiße Rums:

Appleton White: Mein Standard für weißen Rum.

Brugal Blanco: Einen Tick teurer und einen Tick angenehmer im Geschmack als der Appleton.

Havanna Club 3 Jahre: Einige Leute halten es für essentiell, dass man in cubanischen Drinks auch cubanischen Rum benutzt. Er schmeckt etwas anders, etwas würziger. Wer das mag: HC3. Ich brauche ihn trotzdem nicht dringend.

Golden Rums:

Ich will nur zwei, drei Anreize geben, was man sich erst mal gefahrlos in die Bar stellen kann und im Zweifel stets die richtige Idee ist:

Appleton Estate V/X: Ein wunderbarer Einstieg für erträgliches Geld in die Welt des goldenen Rums. Mein Stockrum.

Appleton Extra: Fein, lecker, großartig, bezahlbar. Immer eine fantastische Idee.

Mount Gay Extra Old: Kenne ich nur vom Hörensagen, ist aber mit Sicherheit auch immer eine sichere Wette.

Eine Empfehlung für einen goldenen Rum ist wie eine Empfehlung für Whiskey zu geben: Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, da die Geschmacksnoten schon erheblich auseinander gehen. Wer sich damit befassen will, der guckt mal beim RumDood.

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Rum: Prdoucing refined sugar from sugar cane you end up with a sticky sirup, with which your can glue wallpaper to the wall, make your enemys battle ships unable to manouver or cause a semigiant environmental crisis at the coast of  Madagaskar. The stuff is called “molasses” and the use in shisha tabacco and deserts didn’t realy catch up with the massive amounts that were produced in south America, so they correctly decided to ferment and destill the crap. Like vodka and grappa it actualy originated as a garbage destillate which in those days could only be drunk by Those-who-had-iron-guts, who preferedly had a golden ring in their ear and professionally fought with the sea and its harms, so there is where this association comes from. But it’s long and complicated history took a turn when – again – somebody figured out the moves how to make something from molasses that could actually pass as a valid basic nutriant. This was the headstone for the south American national beverage and it makes Bacardi a living legend, which though has aged most equally to Anita Ekberg. The Bacardi 8 yo is alright, the 151 Oerproof ain’t bad, but from the rest you should keep away from.

Rum also comes as a white unaged and a golden aged version. The white one is more simple, fresh spirit whilst the golden one is somewhat warmer and more serious, always reminding me of winter and Christmas somehow.

Rum is a real science and I by far am no expert. But I am capable of giving a few hints:

Recommended brands:

White rums:

Appleton White: My standard for white rum.

Brugal Blanco: A little bit more expensive and a tiny bit smoother in taste as the Appleton.

Havanna Club 3 Jahre: Some people believe it to be essential to use a Cuban rum in Cuban drinks. Tastes a little different, a little more spicy. If you like that: HC3. I don’t need it. If you’re living in the US and can’t get your hands on this, don’t substitute with Bacardi, just forget about it.

Golden rums:

I only want to present a few ideas what you can put in your bar without any risks. Those who are without doubt always a good idea:

Appleton Estate V/X: A wonderful introduction in the world of golden rum for a very sufferable amount of money.

Appleton Extra: Fine, tasty, gorgeous, affordable. Always a fantastic idea.

Mount Gay Extra Old: I only know it from reading about it, but I would bet with closed eyes, that it’s an awesome rum.

To give recommendations for gold rum is like recommending scotch: It basically is a hopeless efford, because the tastes differ immensely. Everyone who is interested is better off with the RumDood.

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