Mixed Feelings – The Old Fashioned

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Nach der ältesten bekannten Definition ist ein Cocktail:

Jeglicher Fusel, Wasser, Zucker, Bitter

Alle anderen Mischgetränke hatten damals noch klar definierte andere Namen. Die einzigen beiden Drinks, die dieser Definition noch entsprechen, sind der Sazerac und eben der Old Fashioned.  Irgendwann ist wohl mal jemand in eine Bar gegangen und hat, über diese ganzen Fizzes und Fruitcups der anderen Barinhabitanten die Nase rümpfend,  einen „Whiskey Cocktail, old fashioned“ bestellt. Der Name blieb dann irgendwie haften. Klingt ja auch doll.

How To Oldfashion:

1. In ein Old Fashioned-Glas eine 5Mark-Stück große Pfütze einfachen Zuckersirup geben

2. Ein paar anständige Schüsse Bitter dazu

3. Die größten Eiswürfel im Haus finden und ein paar hineingeben

4. Kurz rühren

5.  Mit Bourbon oder Rye nach Gusto auffüllen

6. Mehr Eis zugeben und gescheit kaltrühren

7. Ein gediegenes Stück Orangenschale abschälen, darüber ausdrücken und ins Glas geben

8. Drink. Repeat.

Ein paar Worte dazu: Klassischerweise wird der Cocktail mit einem Zuckerwürfel zubereitet. Aber bis auf die zusätzliche Arbeit und das Potential für unerwünschte ungelöste Zuckerkristalle sehe ich darin keinen Vorteil und benutze daher Simple Syrup. Die Aromatic Bitters sind absolut essentiell. Man sollte nicht denken, dass man sie der geringen Menge wegen weglassen darf. Es wird bei Bitters gerne vom „Salz in der Suppe“ geredet. Man merkt sie nicht, wenn sie da sind, aber sie würden fehlen, wenn .. sie fehlten eben, ne? Die Orangenschale ist nicht klassischerweise Teil eines Cocktails, aber sie fügt dem ganzen eine schöne zusätzliche Dimension hinzu und ist deshalb inzwischen fast üblich. Unbedingt vom Auffüllen mit Wasser und vom zerstampfen von Früchten im Cocktail absehen!

Gefallenspotential:

Der Old Fashioned lebt von gutem Whiskey, dem er gekonnt den Biss nimmt. Es ist ein Cocktail mit eigenwilligem, aber gefälligem Charakter, der meiner Ansicht nach zum langsamen Trinken gemacht ist. Wenn ich mal länger sitzen bleiben will, während ich etwas tue (schreiben, Musik hören), ist er ideal. Außerdem ist er mit einer Minimalausstattung herzustellen. Alles in allem ein Klassiker, den ich zwar nicht regelmäßig, aber von Zeit zu Zeit doch sehr gerne trinke. Er hat so seine Momente, die nämlich, wo jeder andere Drink unangemessen scheint.

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The oldest known definition of a cocktail states, that it’s made from

Spirits of any kind, Water, Sugar, Bitters

All the other mixed drinks had other pretty precisely defined names. The only two drinks still made by this definition are the Sazerac and .. well, you’ve already guessed it, the Old Fashioned. Someone probably walked into a bar over a hundred years ago and ordered, disgustedly glancing over the fancy Fizzes and Fruit Cups of the other bar inhabitants, a “whiskey cocktail, old fashioned”. The name stuck. Because it sounds good.

How To Oldfashion:

1. Pour simple syrup into in old fashioned glass, so it forms about an inch calibered drop at the bottom.

2. Add some good dashes of aromatic bitters

3. Find the biggest ice cubes in the house and add a few

4. Stir briefly

5.  Fill up with the desired amount of good Bourbon or Rye

6. Add more ice and stir very well

7. Skin off a nice big piece of orange peel, twist it over the top of the drink and drop it in.

8. Drink. Repeat.

Just a few connotations: The drink is classicly prepared using a sugar cube. But others then the additional work and the potential for undissolved sugar crystals, I don’t see the upside of this and that’s why I use simple syrup. The aromatic bitters are essential. You should never think that you could leave them out just because it’s such a small amount. Bitters are often referred to as “the salt in the soup”. You don’t realize it if they’re there, but if they’re not there, something necessary is missing. The orange peel wasn’t there in the original version, but it adds a nice flavour dimension and therefore is well established. You must under no circumstances fill the drink up with soda or muddle fruit in it.

Enjoyabilitential:

The Old Fashioned lives of good whiskey being used, which he takes the edge of skilfully. It’s a cocktail with a distinct and opinionated, but enjoyable character, which in my opinion longs for slow drinking. If I want to stay seated for a longer time while I’m doing something (writing, listening to music), it is ideal. All in all a classic, which I don’t drink regularly but do enjoy very much from time to time. It just has it’s moments, namely those when every other drink just seems inadequate.

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