Theodizee 101

Das Theodizeeproblem hat schon einige haarsträubende Erklärungsversuche hinter sich; jeder intelligente Mensch stößt mit etwa 5-12 Jahren auf die Frage, wie Übel und Gott vereinbar sind und kommt in etwa in dem selben Alter auch auf einzige plausible Antwort (entschuldigung Herr Leibnitz, Herr Hegel), nämlich dass es als notwendige Folge der Freiheit des Menschen gedacht werden muss.  Dass alle Überlegungen gar nicht den Grund des Problems angreifen, ist irgendwie überraschend; denn die Freiheit des Menschen führt nur zu so viel Übel, weil er, das Ebenbild Gottes, im Naturzustand ein egozentrisches, neidendes und geiles Tier ist. Warum das so ist, müsste die eigentliche Frage sein.

Wie nennen wir eigentlich jemanden, der den zurückgebliebenen Krüppeljungen ärgert? Wie jemanden, der einem Hungrigen Essen hinstellt mit der Auflage, es nicht zu essen? Wie nennen wir ein Weibstück, das eine knapp bekleidete und herausfordernd willige Schönheit anheuert, nur um zu testen, ob man treu ist? Wie nennt man einen Herrn, der seinen Knecht die Familie tötet, alles nimmt und mit Geschwüren schlägt, um einen Punkt zu machen? Wie nennt man den Gott, der den Teufel erschafft?

Und mal ganz nebenbei: Matthäus 5:17 ist interessant im Bezug auf die Gültigkeit des Alten Testaments für Christen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: