Archiv für Oktober, 2010

Geld gegen Essen – El Flamenco (Münster)

Posted in Geld gegen Essen - Restaurantnörgeleien on 31. Oktober 2010 by Herr Grau

Um direkt einmal zu zeigen, wie ein solcher Artikel in meiner glänzenden neuen Kategorie aussehen könnte, werde ich umgehend mit einer sehr angenehmen Lokalität starten:

(aus Übersichtsgründen vorgezogenes) Prädikat: Empfehlung

Wie die phantasievolleren Leser vermutlich schon erraten haben, deutet der Name „El Flamenco“ in Verbindung mit dieser Kategorie auf ein spanisches Restaurant hin. Dieses liegt in Münster-Hiltrup an der Marktallee und dort auch eigentlich recht günstig, da man direkt gegenüber an den Schulen parken kann. Das Restaurant ist gerade erst renoviert worden, der Besucher, der Nikotinrauch zu seinem Essen gereicht zu bekommen nicht vorzieht, wählt den hinteren Eingang über die hübsche neue Terasse und findet sich alsbald in einem heimeligen, mittelgroßen Restaurant wieder, das in Rottönen gehalten, dezent dekoriert und mit einladenden, dunkelen Holztischen möbliert ist. Die Begrüßung ist freundlich, aber nicht übertrieben, man wird stets gut platziert und bekommt dann auch recht flott eine sehr umfangreiche Karte (Menü ist hier einzusehen).

Es gibt stets etwas Brot vorweg, das nicht immer ofenfrisch, dafür aber umsonst ist, und eine Auswahl von paninen Agenzien wie Kräuterbutter, Knoblauchbutter, Paprikadip. Es handelt sich zwar nicht um Fitnessessen, sondern eher um kleine Sünden, aber diese lohnen sich – noch nie habe ich etwas Verwürztes dort gegessen, oder Fleisch, das nicht auf den Punkt gewesen wäre, kurz: Die Küche leistet sich keinerlei handwerkliche Fehler, sondern hält durchgehend einen hohen Standard, was leider heute keinstenfalls mehr selbstverständlich ist. Die Portionen sind sehr gut dimensioniert.
Besonders empfehlen kann ich die Serranoschinkenplatte (#24) als Vorspeise, sowie mein Standardgericht, die Bandnudeln mit Lachs und Broccoli (#42), aber auch alle anderen Gerichte, die ich dort gegessen habe oder die meine Begleiter hatten, haben nicht enttäuscht.
Service und Essen sind von sehr akzeptabler Geschwindigkeit, auch wenn das Restaurant voll ist, und die Kellner stets zuvorkommend. Unter Berücksichtigung des mit 9-19€ pro Hauptgericht sehr moderaten Preisrahmens ist das El Flamenco eine stehende Empfehlung unter münsteraner Restaurants und wird von mir durchaus mit Regelmäßigkeit besucht.

Wertung:
Essen: 9/10
Service: 8/10
Sauberkeit: 9/10
Preisgestaltung: 8/10
Ambiente: 8/10

Gesamtergebnis: 4,2 von 5 Vanilleeiskugeln mit Senf und Gürkchen

 

 

 

„El Flamenco“
Marktallee 9
48165 Münster
Tel. 02501 – 21 29
www.el-flamenco.de

Öffnungszeiten:
Täglich 11:30Uhr – 14:30Uhr & 17:30Uhr – 24Uhr

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Geld gegen Essen – Wir nörgeln über Restaurants

Posted in Geld gegen Essen - Restaurantnörgeleien on 31. Oktober 2010 by Herr Grau

Ich kann mich daran erinnern, dass ich schon vor Jahren mal anfangen wollte, meine Erfahrungen mit meinen Restaurantbesuchen schriftlich festzuhalten. Wer hätte ahnen können, dass dieser Plan, der zuerst natürlich den Weg alles Weltlichen in meinem Leben ging, also bis zum Vergessen vor mir her prokrastiniert wurde, tatsächlich irgendwann mal realisiert würde.

Aus irgend einem Grund liest tatsächlich eine nennenswerte Zahl Menschen dieses Blog, warum also sollte ich meine Aufzeichnungen von Hand in ein Buch in meiner Schublade schreiben? Wenn ich mehr als vierzehn Wörter am Stück per Hand schreibe, kriege ich sowieso Schmerzen und mein altes Klassenkampfsyndrom flammt wieder auf. Und da ich, wenn ich nichts zu nörgeln habe, unglücklich werde, plane ich – quasi als Substitutdroge -, in Zukunft zu versuchen, meine Besuche in jenen Etablissements, in denen der Koch seine Fertigkeit gegen bare Münze prostituiert, katalogisch aufzuarbeiten und hier bereitzustellen. Wahnwitz und unrealistische Ansprüche, sowie vollständig willkürliche Wertungen inklusive. Wie man mich kennt und liebt. Und natürlich werde ich auch eine Wurst an einen Stock binden und die werten Coautoretten so lange pieken, bis sie es mir gleich tun.

Wurst ho!

Wichtige Worte – Das Internet #2

Posted in smile and look alive on 25. Oktober 2010 by hoegi

„Mario Barth macht Werbung für Mediamarkt, Bill Kaulitz für Saturn. Die zwingen uns ja förmlich dazu im Internet zu bestellen.“

Wichtige Worte: M.A.S.H. #3

Posted in smile and look alive on 21. Oktober 2010 by Herr Grau

I’ve always depended on the kindness of strangers.

Schrödingers Touch

Posted in smile and look alive on 20. Oktober 2010 by Herr Grau

Ich kann nicht glücklich sein, wenn jemand guckt.

Wichtige Worte – Das Internet #1

Posted in smile and look alive on 12. Oktober 2010 by hoegi

Love is like a water park. At first you are enthusiastic about riding the fast dangerous ones, but after getting tired of waiting in line behind a bunch of assholes everyone just ends up with the fatties in the lazy river.

Wichtige Worte: something positive #2

Posted in smile and look alive on 6. Oktober 2010 by Herr Grau

„Does it ever bother you knowing you’re part of ‚the problem‘?“
„Of course it does. There’s nothing more heartbreaking than working so hard and knowing you still have to share credit with others.“

Produktwarnung: Ontario-Messer / Wie pflegt man ein Carbonstahlmesser?

Posted in Getestet, Probleme des Lebens, Scharfe Messer on 5. Oktober 2010 by Herr Grau

Normalerweise tute ich nicht in mein Sturm-und-Not-Horn, wenn nicht Sturm oder Not sind. Respektive: Wenn ich die Scheiße, vor der ich warne, nicht selber erlebt habe. Diesmal will ich eine Ausnahme machen. Ich wurde von einem Mitglied des für alle kulinarisch Interessierten empfehlenswerten GSV-Forums kontaktiert und um Hilfe gebeten. Aber fangen wir vorne an.

Er hatte sich das in diesem Forum empfohlene Butcher Knife von Ontario zugelegt. Da dies ein Messer mit nicht-rostfreier Klinge ist und ihm die Erfahrung mit diesen fehlte, fragte er mich, ob es bei der Pflege etwas zu beachten gäbe. Was ich ihm antwortete, will ich hier schnell zusammenfassen, damit jeder, der über die Anschaffung eines solchen Messers nachdenkt, es nachlesen kann:

Ja, Messer aus nicht-rostfreiem Carbonstahl bedürfen etwas besonderer Aufmerksamkeit: Das Messer sollte nach jeder Schneidaufgabe, nach der es länger als ein paar Minuten nicht gebraucht wird, kurz gesäubert werden. Dazu ziehe ich es von beiden Seiten über den feuchten Küchenlappen und dann über das Geschirrtuch: Sauber und trocken. Dieser Zustand reicht bei einem normalen Stahl völlig aus, ich behandle einige Messer so. Sie werden, wenn sie sich im täglichen Gebrauch befinden, in diesem Zustand gelagert. Ölen muss man die Klinge nur, wenn man sie längere Zeit nicht braucht.

Diese einfachen Regeln gab ich auch dem Fragenden mit. Nach zwei Wochen (!) kontaktierte er mich wieder und sagte, sein trocken (!) gelagertes Messer habe erheblich Rost angesetzt und schickte mir folgendes Bild:

Da ich nicht sicher war, ob es sich um Narben oder eine optische Täuschung durch Öl handelte, empfahl ich ihm, das ganze mit Scheuermilch anzugehen. Dies ist auch die Methode der Wahl, sollte sich mal ein Flugrostfleck auf ein solches Messer stehlen. Die Bilder, die er mir darauf hin zusandte, zeigen das Messer nach eingehender Behandlung mit Scheuermilch; es ist deutlich zu sehen, dass es tatsächlich tiefe Rostnarben sind:

Mich haben diese Bilder ernsthaft erschreckt. Ich habe Dolche gesehen, die Dekaden in feuchten Kellern gelagert haben und ähnlich aussahen. Nicht einmal unlegiertes Eisen rostet so schnell. Es gibt nur eine Erklärung:

Der Stahl ist von extrem minderwertiger Qualität; durch metallurgische Fehler bei der Herstellung sind Sauerstoff und Wasser darin eingeschlossen oder gelöst, was den Stahl erheblich rostanfällig macht.
Ich kann nur stark empfehlen, die Finger von diesen Messern zu lassen. Ich kann zwar nicht sagen, ob es sich hier nur um ein Los handelt, aber solange der Hersteller den Zulieferer nicht wechselt, besteht diese Gefahr stets.

Hammertime

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 4. Oktober 2010 by Herr Grau

Ich kann mich gut an meine Grundschulzeit erinnern. Ich kam in den Genuss des Geschultwerdens bei einer Koryphäe der alternativen Pädagogik und was als das Entzünden der Fackeln unseres Interesses beginnen sollte, geriet zu der vollendeten Demonstration, wie man am effizientesten die Unfähigkeit, für Erfolg zu arbeiten, in aufwachsende Menschen implementiert. Und so sehr mich der dogmatische Schwachsinn und sein immenser Schaden im Nachhinein stört, so ist das doch fast vernachlässigbar gegenüber der schamlosen Indoktrination für die eignen linksgrünen Werte des Lehrers, mit der wir konfrontiert wurden. Noch einmal zu Erinnerung: Sechsjährige sind von der Natur nicht dazu ausgestattet, sich kritisch mit den Behauptungen einer Respektsperson auseinander zu setzen und der Doktortitel vor dem Namen dieses Lehrers stellt mir auch sicher, dass er wusste, dass diese Eindrücke uns im Unterbewusstsein für den Rest unseres Lebens verfolgen würden. Nichts, was wir sagen, erleben oder denken, wird diese Impression jemals vollständig aus unserem Unterbewusstsein schleifen.

Anstatt nun im besten jenes linksgrünen Sinns zu fordern, dass, da wenn der Lehrer Inhalte vermittelt, er automatisch auch eine subjektive und persönliche Note auf dem Kind hinterlässt, wir die Inhalte einfach durch noch mehr Tanzen und Singen ersetzen sollten, fordere ich dies: Egal, was ihr tut – stellt sicher, dass den Kindern wieder und wieder eingehämmert wird, was Bill Maher in diesem Video exzellent auf den Punkt bringt

und was Benjamin Franklin schon vor zweihundertfünfzig Jahren mit

Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.

sehr treffend gesagt hat: Terror ist nur Terror, wenn man sich terrorisieren lässt. Der Eindruck von Sicherheit durch restriktivere Gesetze ist stets ein falscher. Nichts und niemand darf uns dazu bringen, unsere grundsätzlichen Werte in einem Anfall von Panik über Bord zu werfen.

Hätten wir dies konsequent verfolgt – es wären uns Diskussionen, Entgleisungen wie Folter in amerikanischen Gefängnissen und sogar Kriege erspart geblieben, viele Menschen hätten nicht sinnlos sterben müssen.
Und einen fröhlichen Gruß auch an die Idioten, die nach jeder der unverhinderbaren Tragödien, die Amokläufe sind, das Waffengesetz verschärfen wollen: Euretwegen wurde bereits das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung eingeschränkt. Wenn ihr das Video gesehen und diese Zeilen gelesen habt und ihr meint immer noch, dass ihr alles richtig gemacht habt: Fangt oben an und lest nach unten und zwar so lange, bis ihr es verstanden habt. Und wenn es nicht kommt, dann lest es so lange, bis ihr dabei verhungert. Denn ihr seid die wirkliche Gefahr für dieses Land und sein wichtigstes Gut, sein Grundgesetz.


The sweet smell of success

Posted in smile and look alive on 4. Oktober 2010 by hildeborn

Hallo liebes Internet,

Ich habe endlich wieder einen Film fertiggestellt-

Hier ist er.

Der Inhalt ist etwas kitschig und emotional schnöde, denn der Anfang und das Konzept entstanden in einem geistig verwirrten Zustand- das Resultat allerdings ist nicht übel:

Ich bin zum dritten Mal mit einem Film auf der Newgrounds Titelseite und habe schon für den besagten Film mehr als 16.000 Klicks. Hm.

Das Hochgefühl bleibt aus, da ich mich nicht mehr wirklich mit dem Inhalt des Films identifizieren kann…

An dieser Stelle möchte ich meinen neuen Film ankündigen, er wird sich mit dem Thema des SCHWARZEN HEIßEN KAFFEEs beschäftigen und wird mein Meisterwerk. Das behaupte ich ganz unbescheiden.

/PS.: Ich male meine Avatare mit Microsoft Paint. Wenn man sie vergrößert sieht es lustig aus.