Hummus

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Wird orientalisch jetzt. Und das nicht, nur um den Beweis anzutreten, dass ich nicht nur Nudeln kann. Vielmehr, weil man mich von einer Schüssel Hummus mit der Gewalt mehrerer ausgewachsener Rückepferde wegzerren muss, wenn man selbst noch etwas davon haben will. Ansonsten anihiliere ich einfach alles, was da ist. Keine Gefangenen.

Hummus ist, für den interessierten Laien gesprochen, Kichererbsenpüree mit Tahini, also Sesampaste. Für letztere muss man in den meisten Fällen furchtlos den nächsten türkischen Lebensmittelmarkt aufsuchen. Oder man kauft für den doppelten Preis im Ökoparadies das Alnatura-Erzeugnis und fühlt sich ganz verbunden mit der Erde und so. Uns hungert schon, los also, mutig den Kochlöffel geschwungen!

Das nervigste an der ganzen Zubereitung ist das Präparieren der Kichererbsen. Die blöden Dinger haben nämlich zwei unansehnliche Eigenschaften: Einmal enthalten sie Saponin – was sehr bitter ist – und Phasin – was überaus giftig ist, und zweiterlich haben sie ein Silberhäutchen, das sie umfängt und abgefummelt sein will. Trockene Kichererbsen werden mit einer großzügigen Menge Wasser über Nacht eingeweicht. Das Wasser einmal wechseln. Am nächsten Tag in wiederum frischem Wasser etwa eine Stunde kochen, bis die Erbsen weich sind. Okay, alles bis dahin tue ich genau nie. Ich kaufe sie aus der Dose. Dose aufmachen, abgießen, in frischem Wasser kurz aufkochen. Abgießen, aber das Kochwasser auffangen. Dann unter kaltem Wasser in einem Durchschlag abschrecken und Silberhäutchen abpulen. Wenn wir das hinter uns haben, passiert die Restzubereitung in kürzester Zeit.
Hummus wird natürlich regional unterschiedlich angemacht. In den meisten Rezepten findet sich Zitronensaft, Olivenöl und Knoblauch. In meinem auch. Knoblauch ist lecker und gesund. Olivenöl sowieso. Pro Dose Kichererbsen  (250g Abtropfgewicht) nehme ich den Saft von einer halben Zitrone und vier Löffel Tahinpaste. Außerdem zerreibe ich im Mörser ein bis zwei Knoblauchzehen mit einer großen Prise Salz und 50ml Olivenöl, einem TL Kümmel (wichtig gegen den berühmten, hosenfüllenden Hülsefrucht-Effekt) und einem TL scharfer Rosenpaprika. Das Ganze zu den Kichererbsen geben und pürieren. Die Konsistenz mit Kochwasser einstellen. Eventuell mit mehr Zitronensaft und Salz abschmecken. Bei mir kommt außerdem noch schwarzer Pfeffer und gehackte Petersilie dazu.
We Shifa und wat nicht noch.

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2 Antworten to “Hummus”

  1. Hab ich noch nicht probiert, will ich aber mal. Statt Kicherbsensalat gibts wohl bald mal schön Hummus.

  2. […] Ich erlebe es inzwischen häufiger, dass ich arbeitsbedingt schlicht nicht zum Einkaufen komme und dann Sonntags oder spät abends ohne Vorräte dastehe. Eine Sache, die man sich fast immer sehr gut aus dem Hut ziehen kann, ist Hummus mit Fladenbrot (Orginalartikel zu Hummus). […]

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