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Den Medizin nach Gewicht bezahlen – Eine Brandschrift gegen Qualitätssanktions-Idiotismus im Gesundheitswesen

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 30. Juli 2017 by Herr Grau

Unsere wohlfeile Regierung hat einen Haufen von selten güldener Strahlkraft auf meinen Teppich gesetzt: Es heißt landauf landab, das Krankenhaus würde jetzt nach Qualität bezahlt. Heureka, was für ein Geschäft! Es nötigt mir ein Spitzen des Füllhalters ab, und ich will mit blutig Tinte schreiben.

Was beim schnellen Vorbeihuschen an der Thematik als eigentlich gute Idee scheint, hat es nötig, in das beißende Licht aller noch zur Verfügung stehenden, aus Kellern und Scheunen gezerrten und vermittels unkoscherer Praktik ans Stromnetz gepopelten Flakscheinwerfer aus der Kammhuber’schen Weihnachtsbeleuchtung (a.D.) gestellt zu werden. Nimmt man sich nämlich nur wenige Sekunden Zeit, sich mit der Thematik zu beschäftigen, dann fallen einem vor Entsetzen alle Christbaumkugeln aus dem spärlichen Geäst. Ich habe ein paar Sekunden. Ich beschäftige. Und weil’s so schön ist – öffentlich.

Die Idee liest sich nämlich wie folgt: Es sollen nicht nur besondere Leistungsträger mit mehr Geld belohnt werden, es sollen auch Sanktionen verhängt werden gegen die Leistungsschwächeren unserer Krankeneinrichtungen. Was könnte daran nur zum Problem werden? Werfen wir einen kurzen Blick in unser durchschnittliches Wald-und-Wiesen-Krankenhaus, lies: Die Einrichtung, die den Löwenanteil der routinemäßigen Krankenversorgung in unserem lauschigen kleinen Teutschenland trägt. Ich selber arbeite in einem großen kommunalen Krankenhaus als Arzt, ich salbadere also nicht aus der Spekulier-Kiste.

Es fehlt an genau – allem. Wir haben überall zu wenig Pflegekräfte. Zu wenig MTAs. Zu wenig Stationshilfen. Massiv zu wenig. Und die werden auch immer noch katastrophal bezahlt. Die Einrichtung und die Immobilien müssten samt und sonders renoviert werden. Seit mehr als dreißig Jahren werden Krankenhausärzte so mies bezahlt und mit so unterirdischen Arbeitsbedingungen konfrontiert, dass sich den Dienst in kleineren Häusern außerhalb von Zentren kaum ein Arzt aus einem westeuropäischen oder angelsächsischen Land noch antun will. Dieses Problem ignorieren wir inzwischen schon so lange lautstark pfeifend und mit Fingers in den Ohren, dass auch in den oberen Rängen langsam aber sicher nichts mehr sitzt, von dem man noch sinnvoll lernen könnte, selbst wenn man denn wollte. Entsprechend müssen sich diese Krankenhäuser mit dem Import von Ärzten aus arabischen Ländern und „dem Ostblock“ behelfen, die weder eine ausreichende medizinische Ausbildung genossen haben, noch der deutschen Sprache für die Krankenversorgung ausreichend mächtig sind. Dies ist kein Einzelfall, das ist in kleinen Häusern inzwischen auf breiter Fläche die Regel. Dass die Qualität dabei leidet, wenn in der gesamten Notaufnahme kein einziger Assistent genügend Deutsch spricht, um auch nur herauszukriegen, dass Tante Erna aufs Knie gefallen ist, liegt nicht unbedingt fern.

Die deutschen Ärzte derweil, die wir für nicht wenig Geld an unseren formschönen Uniwerwietäten ausbilden, gehen über die Zentren direkt in die ambulante Versorgung oder machen sich einfach aus dem Staub. Die Welt ist kleiner als vor dreißig Jahren. Man weiß inzwischen, dass in Skandinavien oder Holland eine 40-Stunden-Woche tatsächlich aus 40 Stunden besteht. Potztausend, schockschwerenot. Die besagten Zentren übrigens wissen, dass sie die letzten sinnvollen Karriereoptionen für den aufstrebenden deutschen Arzt sind – und geben sich entsprechend. Arbeitsbedingungen werden teils noch garstiger, ob man sich das vorstellen kann oder nicht. Universitäts-Chirurgen arbeiten teilweise dreistellige Wochenarbeitszeiten. Oralchirurgen bezahlen inzwischen 50000€, um überhaupt an eine Ausbildungsstelle zu kommen. Ich habe etliche Kollegen, die entweder scharf am Burnout entlang balancieren, rechts runter gefallen sind oder frühzeitig ihre Arbeitszeit deutlich reduziert haben. Diese Zentren wollen wir denn belohnen, dass sie so erfolgreich mittels der vom Gottkanzler an die Hand gegebenen Druckmittel das Arbeitsrecht aushebeln. Geld ran!

Das kleine Krankenhaus, das einen riesigen nondeskripten Flecken Erde zwischen den Metropolen abdeckt – weit weg von Berlin, maßt man mut -, dem muss man das Geld natürlich wegnehmen. Sie liefern schließlich keine Qualität, die faulen Schweine. Dass das bisschen Krankenversorgung, was noch passiert, überhaupt noch möglich ist, hängt fast allenthalben an einzelnen Menschen, die sich wider jedem Verstand für die Patienten aufopfern. Ich finde auch nicht, dass die Butter unter ihrer Wurst verdient haben. Sollen sie doch Kartoffelschalen fressen, dann rütteln sie sich vielleicht wach aus ihrem Tran und machen endlich gute Arbeit.

In aller Kürze: Wir haben systematisch durch konsequente Unterfinanzierung bzw Fehlfinanzierung das Gesundheitssystem unterminiert, zersetzt und korrumpiert. Und jetzt bestrafen wir die Leute, die nicht mehr ordentlich arbeiten können, weil ihnen das Personal und das Geld für Personal und die Infrastruktur und das Material fehlt, damit, dass wir ihnen noch mehr Geld wegnehmen. Und die Kriegsgewinnler kriegen ein paar Scheine in den Schlüpper gesteckt, weil sich Prestige so gut in der Zeitung macht. Die Idee stammt offensichtlich von den selben Leuten, die das Konzept erzaubert haben, zu hohe Verschuldung von Staaten mit Geldstrafen zu belegen. Ich weiß gar nicht, wer den ganzen Lack bezahlt hat, den die alle gesoffen haben müssen – entschuldigen Sie bitte die unangebrachte Mäßigung meiner Wortwahl.

Achso, ich hätte es fast vergessen! Die Qualitätsanalysen, auf deren Basis gezuckert Brot und Peitschenknall verteilt werden, basieren auf Daten, die die Krankenhäuser selbst erheben müssen, was – und soviel darf ich aus Erfahrung verraten – ein ziemlicher administrativer Aufwand ist. Der natürlich unentgeltlich und zusätzlich zur regulären Arbeit den Ärzten zufällt. Wäre ja auch kein guter Witz, wenn nicht.

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Die moderne Dusche – Gesänge von Irrwegen

Posted in Angewandte Wissenschaft, German Heaven, Probleme des Lebens, smile and look alive on 15. Juli 2015 by Herr Grau

Die Postmoderne hat uns viel bitterlich Leid beschoren, daran ist kein Zweifel. Der Wegbereitung des Bauhauses folgend wurde der Gedanke von der zweckorientierten Architektur auf den Trümmern der Nachkriegsjahre zu einem beispiellosen Ausdruck des deutschen Willens, Beton in eckige Form zu gießen. Kompromisslos und abwaschbar. Der alten Regel, dass auf Schlimmes meistens Schlimmeres folgt, wenn man nicht alle Beteiligten rechtzeitig an eine geeignete Kirche nagelt, war dieser Umstand für die Gegenbewegung der Postmoderne ein allzu fruchtbarer Boden. Der Stolz der deutschen Architekten lag wohl verletzt vor zu viel formschlüssigem Zweckbau darnieder und wie ein Humunkulus des zum Lächerlichen gediehenen Zerrbildes, das „Moderne Kunst“ ist, erhob sich das Ungetüm der Künstlerseelen in ebenjenen Bauplanern und kotzte uns das vor die Füße, was dieser Tage das Stadtbild all jener traurigen Orte prägt, die das nachhaltige Pech haben, Neubauten zu brauchen. Weiße Kubal-Trümmer mit optionalen Bunt-Zierapplikationen und Bauhaus-Geschmäckle, in ewigem inzestiösen Selbstbezug sich immerfort wiederholend. Bis zum Erbrechen und den dahinter liegenden Unendlichkeiten. Trinker kennen das Gefühl von den schlechtesten aller Abende. Das Kernproblem dieser Architektur ist ein fast beispiellos klares Spiegelbild eines tiefen, wichtigen und zu wenig thematisierten gesellschaftlichen Irrweges: Würdevolles Altern wurde von einem Ideal ewiger Jugend abgelöst von einer Generation, die offenbar die geistige Reife von Kindern hat, die das Unausweichliche einfach nicht akzeptieren können und sich stattdessen in eine Perversion der Wirklichkeit flüchten. Der Traum von der ewigen Jugend, die Weigerung, sich mit dem ewigen Fortschreiten der Zeit und dem Älterwerden auseinander zu setzen, mündet in den Armen der Schönheitschirurgie, unpassender Mode und – von da aus ein kurzer Bogenschlag – bei Häusern, bei denen keiner daran gedacht hat, wie sie aussehen, wenn ein paar Jahre ohne ständige Renovierung ins Land gehen. Die Japaner haben eine ganze Denkrichtung (Wabi Sabi), die sich mit nichts anderem als der einzigartigen Schönheit der natürlichen Alterung und der Auslegung der Dinge auf ebendiese befasst. Ein englischer Landsitz – zurückhaltend gepflegt – wird mit jedem Jahr, Jahrzehnt, Jahrhundert besser. Die Gebäude aus den noch nicht lange zurückliegenden Anfängen der postmodernen Architektur sehen jetzt schon aus wie die Hure von Bitterfeld. Vor allem dem öffentlichen Träger mangelt es an Geld für den jährlichen Ablass beim Schönheitschirurgen.

Inmitten dieses Problems hat sich die Verranntheit der ganzen verdammten Fehlleistung auf eine einzige Sache heruntergekocht, die diese nicht besser auf den Punkt bringen könnte: Die moderne Dusche.

Früher geziemte es sich, dass Duschen mit Türen von dem Rest des Bades abgeschlossen wurden. Es war ohne weiteres möglich – beispielsweise für Lebenspartner, Familie oder .. ausgesuchte Kompagnons – sich in den Gefilden des Balineums aufzuhalten, ohne automatisch mitzuduschen. Die Entdeckung der offenen Dusche durch satanistische Kommunistennazis auf der dunklen Seite des Mondes führt allerdings dazu, dass diese althergebrachte Trennung aufgelöst ist: Alles duscht jetzt mit. Es ist in halbwegs sinnvoll dimensionierten Bädern ein Ding der Unmöglichkeit, nicht mitzuduschen, wenn jemand der von oben gewaschenen Körperhygiene fröhnt. Aus der Dusche entweicht, dem Prinzip der Physik gebunden, ein steter Sprühregen variierender Intensität. Das Duschen gewinnt handwerklichen Anspruch – eine unbedachte Bewegung und die ganze nächste Wand wird fontainiert. Der mangelnden handwerklichen Ausbildung von Kindern in unserer Generation ist wohl zu danken, dass diesem Problem mit der Einführung fester Duschköpfe begegnet werden musste – traditionell eigentlich eine Einrichtung von militärischen Kasernen, Gefängnissen und anderen Etablissements, wo das vollständige Waschen zwischen den Beinen nicht oberste Priorität hatte. Ein weiteres inhärentes Problem erhebt sich aus der fehlenden Duschtasse, die aus optischen Gründen gleichermaßen wegrationalisiert werden musste: Der Abfluss muss nicht einmal richtig zu sein, bereits eine leichte Reduktion der Abflussmenge reicht, um die minimale Gefälletiefe der Einfliesung zu überwinden und das sich dann ebenerdig wie mit offenen Beinen darbietende Bad zu fluten. Und natürlich müssen die Wände aus Klarglas sein, denn das sei nochmal mit der Kraft der Verzweiflung ventiliert: Die ganze Nummer hat ausschließlich optische Gründe. Ein Opfer jeder Praktikabilität zugunsten von Optik. Aber eben in bester Tradition schnellst vergänglich: Wer nicht nach jedem Duschen enthusiastisch auf seine Duschwände einrakelt und den Boden des makulierten Bades putzt, der wird von der herabfahrenden Hand des Kalkes gestraft – die Dusche sieht jetzt scheiße aus, von jetzt bis immerdar, oder zumindest, bis man sich zu einer größeren Putzaktion durchringt. Ich weiß, Duschen altern naturgemäß insgesamt nicht wie englische Landsitze, aber der Unterschied im Pflegeaufwand zwischen Klarglas und Tropfenglas ist immer noch eine ganze Magnitude.

Völlig verkonstruiert, das. Die technisch gesehen – von völliger Abschaffung von Duschwänden abgesehen, aber vermutlich werden wir auch das noch erleben – schlechtest denkbare Lösung wird akzeptiert, sogar hoch gelobt und in eitelem Eifer verteidigt für ein bisschen hochgradig flüchtige Optik. Hurra, Du schönes Deutschland.

Ein hassendes Wort zum Relativismus

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 2. Dezember 2014 by Herr Grau

[…][Es] lässt sich vortrefflich über die Grenzen der Definition streiten. Die eine Seite wird sich Engstirnigkeit unterstellen lassen müssen, während der anderen scheinbar der gesunde Menschenverstand für das Maßhalten fehlt. Ins Extrem getrieben wird auf ersterer Seite dann zunehmend kodifiziert, während die Relativisten die Grenzen immer weiter fröhlich strapazieren, bis man bei dekonstruierten [Dingen] angekommen ist, die mit dem Ausgangsprodukt wirklich überhaupt nichts mehr zu tun haben. Beides ist natürlich Realsatire. Dekonstruktionalismus macht sich genauso lächerlich wie der Versuch von Elitarismus und Kodifizierung in unserer Zeit.

Es gibt aber einen Unterschied: Dadurch, dass die Elitaristen eine bekannt gute Sache konservieren, ist die nie scheiße, sondern steigt eventuell sogar in der Qualität immer weiter (siehe japanische [Handwerks]-Tradition). Relativismus dagegen ist avantgardistisch progressiv und es liegt in der Natur der Sache, dass dabei viel Scheißdreck – keine Vulgärsprache, sondern Sprache für besondere Anlässe – entsteht; erfahrungsgemäß exorbitant mehr als Gutes. Praktisch gesprochen bekomme ich [im Traditionalismus] in hundert von hundert Fällen [ein fantastisches Produkt]. [Im Modernismus] dagegen bekomme ich für sehr viel Geld in allen Farben des Regenbogens oft schlecht, manchmal sogar grauenvoll und nur sehr selten sehr gut. Das ist der Grund, warum ich ungeniert und unermüdlich gegen den Relativismus angehe. Und wenn man sich in unserer Zeit damit lächerlich macht, dann ist das hinzunehmen in dem Bewusstsein, dass eine solche Gesellschaft sich wohl verirrt haben muss.

Das heißt nicht, dass ich nicht für Weiterentwicklung bin. Lediglich der Versuch von Revolution geht immer mit viel Krawumms in die Hose, das Geschichtsbuch lehrt’s einem. Ich plädiere für eine vorsichtige Evolution anstatt der skepitklosen Hochjubelung alles Neuen. Dafür ist es sinnvoll, das bisher Erreichte neidisch und hochgradig sketisch zu behüten und jede Neuerung gegen die Zeit zu testen. […] Und letztlich muss man sich dann fragen, ob die Neuerung den Aufwand wert ist. […][Wie] immer bekommt man mit zunehmendem Aufwand immer weniger Zugewinn für seine Arbeit. So könnte es gut sein, dass [ein] Punkt sich durchsetzen sollte; oder es könnte aber auch sein, dass er als technische Fingerübung taugt, in der realen Welt aber unsinnig aufwändig ist.[…]

– Ursprünglich ein Post über Fleischbrötchen

Günstiger Messerkoffer

Posted in Angewandte Wissenschaft, Probleme des Lebens, Scharfe Messer, smile and look alive on 8. Mai 2014 by Herr Grau

Es gibt einige Probleme, die einfach nicht verschwinden. Seit Jahren packe ich jedes mal, wenn ich meine Messer irgendwo mit hinschleppe, meine Messer einzeln ein und packe sie dann in eine Stofftasche. Im Angesicht meines bevorstehenden Umzugs fiel jetzt zwecks vorausschauender Schadensminimierung endlich die Entscheidung, dass ein Messerkoffer her musste. Es stellte sich ziemlich umgehend heraus, dass ich nicht reich bin und daher mundgezimmerte Köfferchen aus bei Vollmond von blinden Jungfrauen gegerbtem Dodo-Leder nicht so richtig drin waren. Das ganze muss doch auch günstig gehen. Nach langer Suche stieß ich endlich auf den perfekt dimensionierten und gleichzeitig bezahlbaren Alukoffer: Diesen Notebook-Koffer von Conrad für 29,99€ plus Schaumstoffmatte für 8,49€. Ein bisschen Arbeit und Liebe später – man muss den Notebookfirlefanz rausschneiden und den Schaumstoff zurichten – hat man einen Messerkoffer, in den sogar mein Lachsmesser (31cm) von der Länge und mein großes Gyuto von der Tiefe her hinein passt, aber dabei immer noch sehr flach und stabil ist. Und wenn man nicht so schlaftrunken ist wie ich und erst mal den halben Schaumstoff zerstört, bis man raus hat, wie man ihn am besten bearbeitet, kann man das ganze innen bestimmt auch richtig schön haben.

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Probleme des Lebens #19

Posted in Probleme des Lebens on 26. September 2013 by Herr Grau

Die Sonderausstellung zu Sex und Evolution im Museum wird mit „Mitmachstationen und Einbindung interaktiver Medien“ beworben.
Ein ganz normaler Tag in Deutschland.

Ein Offenbarungseid

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 12. September 2013 by bic_mac

Disclaimer: Dieser Artikel hat nichts mit kochen, trinken, schneiden, fliegen, oder anderen schönen Dingen zu tun. Es ist ein klassischer Rant, der am besten in pöbelesquer Stimmung genossen werden sollte.

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Artikel schreiben soll. Da diese Zeile existiert ist es nun aber offenbar so, dass ich es schlussendlich tat. Und da sind wir auch schon beim Leitmotiv angekommen: die falsche Verwendung des Wortes offenbar durch deutschsprachige Medien. So wie oben gesehen ist es recht; ein Sachverhalt ist für jedermann leicht zu verstehen und erschließt sich auf den ersten Blick. Eigentlich nicht schwer, ist das Wort doch eigentlich ab Werk selbsterklärend – möchte man meinen.

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Fisch. Jetzt auch in echt!

Posted in Probleme des Lebens, Studentenfutter on 7. Oktober 2012 by hoegi

Nachdem der Ursprung von Wein oft bereits recht pauschal-detailliert mit dem Etikett „mit geografischer Herkunft“ sinnvoll in eine beliebige Ecke dieser Erde eingeordnet werden kann, hadert die Fischindustrie seit Jahrzehnten mit dem Adjektiv „geografisch“:
 

Dummheit des Tages #1

Posted in Probleme des Lebens on 21. August 2012 by Herr Grau

Meine ehrversehrten Damen und Herren,
wie der über die langen Monate meiner schriftstellen- und -legenden Tätigkeit zum entbrannten Fan mit Stalker-Tendenzen gediehene Leser, der ja meiner unegomanischen Perspektive nach wohl meine Stammbesucherschaft stellen dürfte, inzwischen wissen dürfte, gehört der Aphorismus zu meiner absoluten Lieblingsform der Weisheitsvermittelung. So hat sich beispielsweise der kolumbianische Philosoph Nicolás Gómez Dávila mit der Grazie des hellsichtigsten Geistes vermittels dieser Form in das Herz meiner bescheidenen Wenigkeit geschrieben. Was aber, so muss ich ob des schon seine Schatten vorauswerfenden Hauptsatzes dieses Artikels fragen, ist das Gegenteil von einem Aphorismus? Wie nennt man einen Satz, der, eine Sache zu verteidigen suchend, ihr Problem derartig perfekt und vieldimensional in aller Kürze auf den Punkt bringt, dass ich es als größter Nörgeler nie derart vermocht hätte? Was, wenn Scheiße zum transzendierenden Wortgut wird? Ich will nicht länger auf Foltern spannen, wo dem Blut doch der Hochdruck schon wähnt. Hier kommt Gerald Hüther, studierter Tierphysiologe, jetzt aber doch irgendwie Professor der Medizin und das auch noch hier in Göttingen. Abteilung ist allerdings Neurobiologie an der Psychatrischen Klinik. Ob der Tatsache, dass wir abseits der Rückschlüsse auf Transmittersysteme aus Analyse zufällig hilfreicher Drogen über die Neurobiologie der psychischen Erkrankungen nur geringfügig weniger wissen als noch zur Zeiten der Viersäftelehre, lässt sich mutmaßen, es habe sich wohl für die Aufgabe einfach kein Stein von entsprechenden Dimensionen gefunden. Ach ja, das Zitat, taufrisch von Spiegel Online (Quelle):

Ich möchte den Blick dafür öffnen, dass Kinder über viele verschiedene Potentiale verfügen und dass es nicht mehr oder weniger begabte Kinder und Jugendliche gibt. Daher ist es fragwürdig, sie in drei verschiedene Schulformen aufzuteilen […]

Seit Jahren laufe ich gegen diesen grundlegendsten aller Irrtümer der Generation Sozialpädagogik Sturm, jetzt endlich hat man mir eine kompakte Zusammenfassung des Problems geliefert. Danke dafür.
Lieber Herr Professor Doktor. Doch, leider, es gibt Menschen völlig unterschiedlichen Begabungsgrads. Nein, Talente sind nicht fair verteilt. Nein, die Welt ist nicht fair, es ist noch weit, Pipi darf keiner und ein Eis gibt’s auch nicht.
Soviel zum persönlichen Teil. Jetzt wäre dann mal der Zeitpunkt für die Fackeln und die Mistgabeln.

Probleme des Lebens #18

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 17. Juni 2012 by Herr Grau

Die „Breite Straße“ ist eine der engsten Straßen von ganz Göttingen.

Probleme des Lebens #17

Posted in Probleme des Lebens on 7. Juni 2012 by Herr Grau

„Meinen Sie das normale oder das geographische Rechts?“